OHC I – LHC Cottbus 32:20
Ein starker Starke auf der Saisonzielgeraden
Es schickt sich jemand an, auf der Zielgeraden der Regionalliga-Saison
zum „Mann des Monats“ zu werden. Sascha Starke trifft seit Wochen, wie er
will. Seine Tore sind Gold wert im Kampf um den Klassenerhalt. Am Sonnabend
beim 32:20-Sieg gegen den LHC Cottbus langte der 22-Jährige zwölfmal hin. Er
ist auf dem besten Wege, wie in der vorigen Saison (136 Treffer) bester
Werfer der Mannschaft zu werden. „Darauf kommt es aber nicht an“, sagt der
Rückraumspieler, der sich auch auf der Linksaußenposition wohl fühlt.
Wichtig für ihn und die Mannschaft sei, das Saisonziel zu erreichen. „Ich
bin überzeugt, dass wir das schaffen, auch wenn andere Mannschaften wie
Flensborg aufgerüstet haben.“ Starke weiß, dass sich die Mannschaft nicht
auf Schützenhilfe anderer Teams verlassen könne.
Das war am
vergangenen Wochenende wieder zu sehen. Der DHK Flensborg, einer der seit
Wochen unnachgiebigen OHC-Verfolger, triumphierte beim sonst so heimstarken
BFC Preußen (35:31). Nächsten Sonnabend gastiert der OHC bei den zuletzt
sechsmal siegreichen Flensborgern. „Wir können die Liga aber aus eigener
Kraft halten“, glaubt Sascha Starke. Im Moment sind die Oranienburger
Neunter der Liga, Platz 10 muss es sein, um sich im nächsten Jahr
Drittligist nennen zu können.
Sascha Starke hat in dieser Saison ein
Auf und Ab erlebt. Zum Saisonbeginn gehörte er zum Stamm. Dann war sein
Platz eher auf der Bank als auf dem Spielfeld. „Ich hatte da so meine
Probleme“, sagt er. Dann blieb der Erfolg bei den wenigen
Einsatzmöglichkeiten aus. „Dann verliert man auch das Selbstvertrauen.“
Mittlerweile arbeitete sich der Polizeischüler Stück für Stück heran und
macht das, was er besonders gut kann: werfen und treffen. Er steht seit
Wochen in der Anfangsformation („Jetzt finde ich das gut, früher bin ich
lieber von der Bank reingekommen.“). Er kann auch gut damit umgehen, dass
mal ein oder zwei Bälle nicht ins Tor gehen. „Dann werfe ich eben noch
einmal.“
Ob Sascha Starke auch in der nächsten Saison für den
Oranienburger HC spielt, steht noch nicht fest. „Das kann ich nicht sagen.
Ich werde mit meiner Ausbildung fertig und muss dann sehen, in welchem der
vier möglichen Standorte ich eingesetzt werde. Oranienburg ist einer davon.“
Vorher gilt es aber noch, die Mission Klassenerhalt zu erfüllen. Sascha
Starke ist da ein wichtiger Faktor. Sein Trainer Thomas Spieeckermann vor
der möglicherweise vorentscheidenden Partie am Sonnabend in Flensborg: „'Salle'
ist top drauf. Wir werden da ein richtig geiles Spiel machen!“
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 19.04.2010, Stefan Blumberg
Vorschau
Stephan Fuchs ist wieder zurück
OHC gegen Cottbus
Ein „Ausländer“ feiert heute sein Comeback. Stephan
Fuchs, der in den vergangenen neun Wochen ein Berufspraktikum in Australien
machte, steht beim Spiel des Oranienburger HC in der Regionalliga gegen den
LHC Cottbus wieder im Kader. „Er trainiert seit Dienstag mit. Dafür, dass er
in Australien wegen der hohen Temperaturen außer Schwimmen kaum etwas machen
konnte, hinterließ er im Training einen sehr guten Eindruck“, sagt OHC-Coach
Thomas Spieckermann. Reingerutscht ins Team ist er, weil Niko Harnge nach
seiner Krankheit in dieser Woche noch nicht fit ist. Gegenüber dem Spiel vor
einer Woche in Neubrandenburg (22:15- Sieg) ändert sich der Kader der
Oranienburger nicht. Mike Schröder, der zuletzt zweimal fehlte, hilft in der
zweiten Mannschaft aus.
Mit dem LHC Cottbus kommt der Tabellenletzte
nach Oranienburg. „Aber die stehen zu Unrecht dort unten“, sagt Thomas
Spieckermann. „Die haben keine so schlechte Truppe, haben ja auch einige
überraschende Ergebnisse erzielt. Und ich weiß, wie wir uns dort beim 27:24-
Sieg einen abgequält haben.“
Der OHC-Coach ist optimistisch, den
zuletzt 6:4 Punkten zwei weitere Pluszähler hinzufügen zu können. Die
Leistungen der vergangenen Wochen stimmten, „und die Trainingseinstellung
war in dieser Woche noch einen Tick besser als zuvor“, lobt der Coach.
Beginn ist heute um 18 Uhr in der MBS-Arena.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 17.04.2010, Stefan Blumberg
Füchse-Sprecher beim OHC
Wenn die Männer des Oranienburger Handball-Clubs am Sonnabend, 18 Uhr, in
der MBS-Arena gegen den Tabellenletzten der Regionalliga, LHC Cottbus,
spielen, dann schallen nicht die gewohnten Hallensprecherstimmen durch die
Hallen. Sowohl Clemens Ambrosius als auch Ralf Meider oder Ralf Leiskau sind
nicht am Mikrofon. Deshalb hilft Marcus Aschenmacher, Sprecher des
Erst-Bundesligisten Füchse Berlin, aus.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 16.04.2010, Stefan Blumberg