VfB D.-Kirchhain – OHC wI 27:21 (12:10)
Brandenburgliga Frauen-13.03.2010
Klarer Dämpfer im Aufstiegskampf
Auch im zweiten Spitzenspiel innerhalb von zwei
Wochen hatten die Oranienburgerinnen das Nachsehen. In einer packenden,
aber auch sehr aggressiven Partie gegen den VfB Doberlug-Kirchhain
mussten sich die OHC-Damen deutlich mit 21:27 (10:12) geschlagen geben.
Damit hat das Team keine Möglichkeiten mehr aus eigener Kraft die
Meisterschaft zu gewinnen.
Dabei hatte sich doch eine Gruppe von
Fans in einem von Uwe Siudzinskis Reiseunternehmen „Fechtner Reisen“
gesponserten Bus mit auf den langen Weg zur Unterstützung gemacht und
dennoch sollte es an diesem Abend nicht reichen.
Schon von Beginn
an kamen die OHC-Damen nicht wirklich ins Spiel. In ihren Reihen spürte
man deutlich die Nervosität, aber auch mit zu viel Respekt gegenüber dem
Gegner agierte das Team im Spielaufbau.
Lediglich beim 1:0
gingen die Oranienburgerinnen in Führung. Doch schon in den folgenden
Minuten konnten sich die Gastgeberinnen mit einem lautstarken Publikum
im Rücken über das 3:1 auf 8:3 absetzten. In einer Auszeit versuchte
Trainerin Daniela Filip ihr Team wach zu rütteln und es schien sich bei
den Gästen ein Schalter umgelegt zu haben. Bei jeder Spielerin war nun
der Kampfgeist zu spüren. In der Abwehr wurde fest zugepackt, um jeden
Ball wurde gekämpft und auch im Angriff wurde das Spiel dynamischer. So
konnte das Team ein 5:10 Rückstand in ein 10:10 umwandeln. Doch der
Führungstreffer wollte einfach nicht gelingen. Als ein großes Manko
zeigte sich vor allem die Ausbeute aus den 7-m-Strafwürfen. Von 5 Würfen
konnte lediglich einer verwandelt werden.
So mussten die
Oranienburgerinnen ihren hart erkämpften Ausgleich mit dem 10:12
Rückstand zur Pause wieder hergeben. Doch das Spiel war zu diesem
Zeitpunkt noch nicht verloren.
Dies zeigte sich zu Beginn des
zweiten Durchgangs. Wieder gelang den Gästen der Ausgleichstreffer zum
12:12. Ein großer Rückhalt war in dieser Phase vor allem Torfrau Ulrike
Schmidt.
Doch wieder zog Doberlug mit zwei Toren auf 14:12 davon.
Zwar gelang den Oranienburgerinnen noch einmal der Anschlusstreffer und
dennoch kam das Team nicht mehr näher heran. Ab Mitte der zweiten Hälfte
fielen die Kreisstädterinnen wieder in ein Loch. Ausschlaggebend dafür
war wohl die Disqualifikation von Rückraumspielerin Janine Dittmeier,
die nach ihrer dritten 2-Minuten-Strafe die rote Karte sah. Damit hatte
die Abwehr eine sichere Säule verloren und dies zeigte sich sofort beim
Spielstand. Die Gastgeberinnen setzten sich vor allem über gelungene
Anspiele über den Kreis von 18:16 auf 23:16 ab. Da waren noch 10 Minuten
zu spielen. Das Team schaffte es jedoch nicht mehr diesen Rückstand
entscheidend zu verkürzen. Als einen Grund dafür könnte man jetzt
sicherlich auch die hohe Anzahl der 2-Minuten-Strafen auslegen.
Schließlich spielten die Oranienburgerinnen die halbe Spielzeit des
zweiten Durchgangs in Unterzahl und in den meisten Aktionen bestrafte
das Schiedsrichtergespann die Gäste gleich doppelt mit Siebenmeter und
2-Minuten. Nicht immer gerechtfertigt, aber dennoch wurde das Spiel
nicht dadurch entschieden. Die Kreisstädterinnen haben einfach nicht die
Leistung abgerufen, die sie eigentlich drauf haben.
Christin Hirschfelder
OHC: Schmidt, Jens
– Ch. Heinz, Steudtner, Krüger(1), Kiesel, Kirschmann(1), Fuchs(3/1), S.
Hirschfelder(4), Meister(2), Hinke(5), Filip(3), Dittmeier(2), Ambrosius