HSG KSV Teltow Ruhlsdorf – OHC wI 29:37 (11:16)Brandenburgliga Frauen-09.01.2010
OHC mit Auswärtssieg
Im letzten Hinrundenspiel kämpften sich die OHC-Damen
mit einem souveränen 29:37(12:16) Auswärtssieg gegen die HSG Teltow
Ruhlsdorf an die Tabellenspitze der Brandenburgliga zurück.
Damit
führen sie nun mit 16:2 Punkten vor VfB Doberlug-Kirchhain (15:3) und
LHC Cottbus (14:4) das Feld an.
A-Jugendspielerin Vivian
Ambrosius, die nach Jahren beim Berliner TSC in die Kreisstadt
zurückkehrte, konnte erstmals bei einem Spiel der OHC-Damen mitwirken.
Die Partie gegen das Team aus Teltow gestaltete sich in der
Anfangsphase recht ausgeglichen. Zwar gingen die Oranienburgerinnen beim
1:2 erstmals in Führung, konnten sich jedoch nicht bedeutend absetzten.
Der Mannschaft fiel es besonders schwer sich auf die
gewöhnungsbedürftige Abwehrformation der Gastgeberinnen einzustellen.
Diese nahmen mit einer Art 4:2-Deckung die linke und rechte
Rückraumschützin des OHC aus dem Spiel.
So blieben die
Randberlinerinnen den Gästen dicht auf den Fersen (4:5, 6:7). Erst zum
Ende der ersten Hälfte gelang es den Oranienburgerinnen sich einen
kleinen Vorsprung (9:13)zu erarbeiten und diesen bis zum Pausenpfiff zu
verteidigen.
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs blieben die
Gastgeberinnen weiter dran. Sie ließen die Kreisstädterinnen nicht
weiter davonziehen und konnten noch einmal bis auf 3-Tore beim 17:20
heranzukommen. Besonderen Anteil daran hatte Teltows Rückraumschützin
Verena Dierich, die mit ihren 12 Toren ihr Team fast im Alleingang im
Spiel hielt und gegen die die Oranienburger Abwehr kein passendes Mittel
fand.
Nichtsdestotrotz gelang es den Gästen Mitte der zweiten
Hälfte sich über die Stationen 19:24 und 22:30 weiter abzusetzen und das
Spiel beim 23:33 endgültig für sich zu entscheiden. Inzwischen hatten
die Gastgeberinnen ihre Abwehr auf 5:1 umgestellt, wodurch nun
Oranienburgs Rückraumschützinnen besser zum Zug kamen.
In den
letzen Minuten wurden die OHC-Damen ein wenig nachlässiger in ihrer
Arbeit, so dass die Ruhlsdorferinnen das Ergebnis zu deren Gunsten auf
29:37 korrigieren konnten.
Ein besonderer Dank geht nach diesem Spiel
an Betreuer und Busfahrer Heiner Holzbecher, der das Team bei diesen
katastrophalen Wetterverhältnissen sicher nach Teltow und auch wieder in
die Heimat zurück gebracht hat.
Christin Hirschfelder
OHC: Jens- Heinz, Krüger(3), Ambrosius(1), Kiesel(4), Kirschmann(3),
Fuchs(4), S. Hirschfelder(6), Meister(7), Hinke(7/5), Filip(2)
Einmal Berlin und zurück
HANDBALL Vivian Ambrosius kehrt nach sechs Jahren zum Oranienburger HC
zurück
Vivian Ambrosius legte ihre
ersten Handball- Schritte 1998 beim Oranienburger HC zurück. Vor sechs
Jahren wechselte sie zum TSC Berlin. Jetzt ist die 17-Jährige zurück bei
ihrem Heimatverein. Stefan Blumberg sprach mit ihr.
MAZ: Von der
Hauptstadt zurück nach Oranienburg – wie kommt’s?
Vivian
Ambrosius: Das sind zwei Dinge: Beim TSC sehe ich keine Perspektive. Wir
waren dort Berliner Meister und Pokalsieger. Meine A-Jugend-Mannschaft
spielt zwar in der Regionalliga, aber so gut sieht das auch nicht aus.
Zum anderen gehe ich in die 12. Klasse des Louise-Henriette-Gymnasiums
in Oranienburg. Das Abitur ist mir sehr wichtig. Aber das lässt sich mit
dem Trainingsaufwand in Berlin schlecht vereinbaren.
Ab wann
kannst du beim OHC spielen?
Ambrosius: Ich gehe davon aus, dass
es am kommenden Wochenende das erste Mal ist. Ich trainiere schon seit
Oktober in Oranienburg.
Du hast sozusagen die Wahl zwischen
Frauenteam und A-Jugend. Welche Mannschaft soll es sein?
Ambrosius: Der A-Jugendtrainer Andreas Schulz würde es gern sehen, wenn
ich in seiner Mannschaft spiele. Auch die Frauen-Mannschaft ist ein
Thema. Wenn sich das so regeln lässt, könnte ich auch bei den Frauen
spielen. Entscheiden sollen und werden das aber letztlich die Trainer.
Neben der Schule, dem Training und den Spielen gibt es derzeit noch
einiges mehr zu koordinieren ...
Ambrosius: Ich mache gerade
Fahrschule und gehe zudem in der Turm-Erlebniscity arbeiten. Ich
versuche, alles unter einen Hut zu bekommen. In einem Fall ist schon
klar, dass ich erst arbeiten gehe, dann ein Handballspiel absolviere und
danach weiter arbeite.
Du hast mit dem Handballspielen
angefangen, als du in der 1. Klasse warst. Wer hat die Mannschaft damals
trainiert?
Ambrosius: Das waren Conny Büchner und Frank Ebell.
Ich habe bei den Minis gespielt, der E-Jugend und eine Halbserie bei der
D-Jugend, ehe ich zum TSC gegangen bin.
Wie kam es damals zum
Wechsel?
Ambrosius: Beim Jugend-Cup des OHC sah mich ein Trainer
vom TSC Berlin. Der hat mich und meinen Papa gefragt, ob ich nicht zum
TSC kommen möchte.
Hat den dein Vater Clemens Ambrosius sehr
gedrängelt, dass du dorthin gehen sollst?
Ambrosius: Das
brauchte er nicht, ich wollte es ja selbst.
Du bist aber weiter
in Oranienburg zur Schule gegangen. Wie sah der Alltag dann aus?
Ambrosius: Am Anfang hatten wir zweimal Training in der Woche. Da
hat mich mein Papa immer nach Berlin gefahren. Janina Hinke, die seit
einiger Zeit bei den OHC-Frauen spielt, war auch beim TSC. Wir fuhren
später oft mit der Bahn. Irgendwann erhöhte sich das Training auf
viermal in der Woche.
Wie hat das mit den Hausaufgaben
funktioniert?
Ambrosius: Oft habe ich welche in der Bahn
gemacht. Irgendwie bekam ich das alles hin, auch wenn ich nicht immer
viermal hingegangen bin. Zwischendurch war ich noch ein Jahr in Amerika.
Auf welcher Position bist du zu Hause?
Ambrosius: In Berlin
habe ich entweder auf den Außenpositionen gespielt oder Rückraum-Mitte.
Was es in Oranienburg sein wird, zeichnet sich noch nicht ab.