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  GW Werder– OHC II 31:23 (17:11)

05.12.2009

Neue Halle, tolles Rahmenprogramm, kein schöner Handball

Der Aufsteiger Werder gastierte selbst zum ersten Mal in ihrer neuen Halle am hiesigen Gymnasium der Stadt. Eine schöne wie ich finde. Das Spiel besuchten ca. 250 Personen. Das Rahmenprogramm wurde von den einheimischen Cheerleadern den Pirates dominiert. Alles sehr schön. Aber was sich dann 60min. lang abspielte war nicht sehr schön. Der Aufsteiger bot taktisch hochwertigen Handballsport und Oranienburg versuchte über das ganze Spiel durch Einzelaktionen zum Torerfolg zu kommen. Der Gastgeber führte schnell mit 3:1 und gab den Vorsprung zu keinem Zeitpunkt des Spiels wieder ab. In der 15min. beim Stand von 7:4 wechselte Trainer Schmiedeke den kompletten Rückraum aus, da scheinbar wie er fand, die Durchschlagskraft Vorne fehlte. Allerdings brachte das keinen Erfolg. Nachdem Grande, Holzendorf, Schrödter die Platte verlassen mussten und Kopiske, Zieschang, Bischof dem Spiel ihre Akzente aufsetzen durften, wurde das Spiel nicht ansehnlicher. Im Gegenteil, denn mit einem Pausenstand von 17:11 war man jetzt mit doppelt so viel Toren im Nachteil.


Die zweite Halbzeit sollte ebenso wenig Abwechslung bringen wie die Erste. Das Spiel des OHC II war im Angriff von Langeweile und häufig von Einzelaktionen geprägt. Ein Spiel untereinander fand nicht statt. Einziger Lichtblick war in der Abwehr, der gut haltende Marcel Schmidt, der in der ersten Halbzeit bereits 2 Siebenmeter der Gastgeber entschärfte und in der Zweiten sogar 4. Wenn diese verwandelt worden wären, dann wäre das Endergebnis höher ausgefallen und hätte das eigentliche Vermögen des OHC II an diesem Tag wiedergespiegelt. In der 50min. stand es folgerichtig 27:17 für den Gastgeber und hier waren, wenn man nicht weltfremd ist, alle Messen gesungen. Die Werderaner machten nur noch das Allernötigste und verwalteten den Vorsprung. Am Ende hieß es 31:23.

Schmidt , Fuchs; Holzendorf, Bischof, Broja, Kopiske, Zieschang, Schrödter, Grande, Kühne T., Köhn, Schüring

06.12.2009, Ivo Eismann