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 OHC II – HSG Ahrensdf./Sch. 35:32 (14:18)

28.11.2009

Holzendorf macht den Unterschied
Oberbootsmann a. D. Holzendorf bringt die Kogge wieder auf Kurs

Am Sonnabend trennte sich der OHC II gegen Ahrensdorf/Schenkenhorst mit einem 35:32-Sieg. Allerdings offenbarte die Partie alles andere als Souveränität der Heimmannschaft. Einzig Martin Holzendorf ist es dann Mitte der zweiten Halbzeit zu verdanken, dass das Spiel doch noch in die richtige Spur gebracht wurde. Bis dahin zeigten die Gäste eine ansprechende und zum Teil sehr schnell geführte Handballpartie. Der Gast startete zu Beginn wie eine Feuerwehr und stellte den OHC II in der Abwehr, durch ihr druckvolles Spiel, immer wieder vor Probleme. Der Gast enteilte somit folgerichtig auf 1:3. Danach ging es hoch und runter und hier offenbarte der Gastgeber seine Abschlussschwäche was dann zu Folge hatte, dass sich Ahrensdorf immer 3 Tore im Vorteil befand. Über die Stationen 4:7, 6:9 und 8:11 fand Oranienburg kein Mittel um den gesamten Rückraum der Gäste zu stellen. Von Hatz und übertriebenden Ehrgeiz geleitet vergab man vorne klarste Chancen. Eine durch Trainer Schmiedeke genommene Auszeit sollte jedoch keinen Erfolg bringen. Ahrensdorf spielte weiterhin schnell und nutzte die weiterhin anhaltende Abschlussschwäche des Gastgebers mit gut vorgetragenen Tempogegenstößen und zog sogar auf 9:14 davon. Bis zur Pause konnte der Abstand dann aber noch um ein Tor verkürzt werden 14:18.

In der Pause reagierten die Trainer und schickten eine veränderte Formation auf das Feld. Martin Holzendorf halb rechts Marcus Grande auf die Mitte. Das sollte der Startschuss zum Sieg werden. Die Abwehr stand besser und so konnte der Gegner wieder auf Schlagdistanz geholt werden. Vorne brachte Holzendorf den Gegner durch sein druckvolles Spiel in die Tiefe zur Verzweiflung und so war es ihm auch vergönnt beim Stand von 25:24 erstmalig die Führung auf Seiten des OHC zu holen. In der Vergangenheit immer bei Kontern ein wenig glücklos, hämmerte er diesmal den Ball ins gegnerische Tor. Von da an ging es nur noch aufwärts und Ahrensdorf wurde zunehmend nervöser. Das war auch der Umstand, dass der Gegner jetzt nicht mehr so sattelfest in der Abwehr agierte und selbst überhastet abschloss. Das nutze der OHC zum zwischenzeitlichen 30:26. Danach war auf beiden Seiten jeder Wurf ein Treffer und so konnte man sich nachhaltig in die Torschützenliste eintragen. Am Ende hieß es dann 35:32 und trotzdem bleiben viele Fragen offen warum der Tabellenvorletzte der Heimmannschaft so große Probleme bereitete.

Martin Holzendorf zum Spiel: „Die erste Halbzeit sah von der Bank wie eine Katastrophe aus. Uns fehlte der nötige Biss in allen Belangen. In der zweiten HZ kam die Mannschaft besser ins Spiel. Die Chancen wurden effektiver genutzt und die Abwehr stand super. Nach meiner Einwechslung wollte ich der Abwehr mehr nötige Stabilität geben, was auch in Ansätzen sehr gut funktioniert hat.“

OHC II: Kroll (1.-45.min.), Schmidt (ab 45.min.), Schüring, Goldstein (3), Grande (9/1), Broja (4/1), Schönfisch, Kühne T. (2), Kühne G., Steudtner (1), Düwert (3), Holzendorf (7), Köhn, Schrödter (6)

SR: Schrell/Fiebrantz (HSV Müncheberg/Buckow)
 

Presseartikel, Märkische Allgemeine Zeitung, 29.11.2009, Ivo Eismann