OHC II –
SV B.-W. Dahlewitz
36:29 (15:15)
14.11.2009
Ohne 3, Spiel 4, Schneider 5
Wenn wir von einem Skatturnier berichten würden,
dann wäre das wohl ein sehr gutes Blatt gewesen. Aber wenn es wie hier um
Handball geht, dann hat das ganz andere Dimensionen. Gemeint ist, dass „Die
Zweite“ zunächst ohne 3 wichtige
Spieler der Mannschaft auskommen musste. Denn mit Daniel Kopiske
(beruflich), Jörg Strauchmann (verletzt) und Martin Holzendorf (verletzt)
fehlten drei langjährige Grundsäulen der Zweiten. Dazu kam noch, dass sich
Michael Zieschang beim Abschlusstraining am vergangenen Donnerstag ebenfalls
verletzte und unter Vorbehalt am Sonnabend auf der Bank saß. Bei Bengt
Steudtner stand ein weiteres Fragezeichen dahinter. Erst nach der Erwärmung
gab er das o.k. zum Spiel. Auf Grund dessen rechnete Trainer Schmiedeke
nicht unbedingt mit einem Sieg im 4. Heimspiel. Schmiedeke: „Wir haben mit
den 3 verletzten praktisch das Dreieck Rückraum Kreis nicht dabei. Dafür
müssen jetzt die anderen Spieler in die Bresche springen.“ Zum ersten Mal
dabei war der Neue aus Niedersachsen Björn Bischof. Schmiedeke: „Ich habe
gehofft, dass er sich nahtlos in das Team einfügen kann. Er hat seine Sache
richtig gut gemacht.“
Der Anfang des Spiels war für die Heimmannschaft zunächst
damit verbunden nach der jetzt veränderten Struktur, die Linie zu finden.
Deshalb ging Dahlewitz auch schnell mit 1:3 in Führung. Hier übernahm Bengt
Steudtner die Verantwortung und setzte zudem seine Nebenleute stark in
Szene. So stand es schnell 6:3 für die Hausherren. Jetzt nahm Dahlewitz nach
gespielten 8 Minuten ihre erste Auszeit. Danach ebbte das Spiel bis zur
Halbzeit über die Stationen 8:8, 12:12 und 15:15 dahin. Schmiedeke: „Den
Halblinken von Dahlewitz haben wir in der ersten Halbzeit nicht in den Griff
bekommen. Ich wollte bereits nach 20 Minuten taktisch dagegen halten.
Allerdings sollte das nicht zu früh passieren, da ich mir diese Option
länger offen halten wollte. Deshalb habe ich erst nach der Halbzeit taktisch
darauf reagiert.“ Bis zum 19:19 der 2. HZ sollte dies vom Ergebnis her nicht
fruchten. Es fruchtete aber. Einzig der Abschluss der Zweiten war hier ein
Ärgernis. Das bekam man aber schnell in den Griff und nun enteilte der
Hausherr auf 25:20. Das Ende der Brandenburgligabegegnung wurde geprägt vom
Verwalten des Vorsprunges und so blieb Dahlewitz dann auch unter der
Schneiderlinie. Das Blatt war eher mäßig, aber das zeichnet Große
Skatspieler aus, trotzdem erfolgreich zu sein.
OHC II: Schmidt, Kroll; Schüring
(1), Zieschang (n.e.), Steudtner (4), Grande (3), Broja (12/3), Bischof (6),
Kühne T. (1), Kühne G., Düwert (1), Köhn (2), Schrödter (6)
SR: Dallmann/Jex (MTV Altlandsberg)
Gelb: (3/3)
2Min.: (6/4)
Rote K.: -
Bilder vom Spiel

Presseartikel, Märkische Allgemeine
Zeitung, 15.11.2009, Ivo Eismann