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OHC II –  SV B.-W. Wusterwitz 38:27 (19:12)

02.11.2009

Die Zweite verdiente sich ein Fußballspiel

Wie oft hatte die Mannschaft des Oranienburger HC II, mit den Trainern Stahlberg/Schmiedeke, Diskussionen um ein Fußballspiel zur Erwärmung im Training geführt. Unzählige Male. Und immer wieder gab es ein nein. Verständlicherweise. Die Ergebnisse gaben das nicht her, die kostbare Zeit mit einer anderen Sportart zu füllen. Aber seit diesem Wochenende zählt diese Ausrede nicht mehr. Der Oranienburger HC II setzte sich in einer zum Teil grandiosen Art und Weise gegen den Ligakonkurrenten SV B.-W. Wusterwitz mit 38:27 durch.

Dabei verlief der Start etwas holprig. Konnte man zu Beginn der ersten Minuten schnell mit 2:0 in Führung gehen, so glich Wusterwitz beim Stand von 3:3 wieder aus. Allerdings beeindruckte dies den OHC II überhaupt nicht. Die Mannschaft hatte die Trainervorgaben verinnerlicht und wollte diese von Beginn an bis zum Ende umsetzen. Stahlberg: „Das war der Grundstein des Spiels.“ Der OHC II setzte sich mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr ab. Nach einer Viertelstunde stand es dann postwendend 9:5. Die Deckung war aggressiv, die Beinarbeit hervorragend und wenn dann doch mal ein Ball hindurch kam, wurde dieser von einem gut haltenden Marcel Schmidt entschärft.

Die Gäste kamen bis dato nur über Strafwürfe zu ihren Erfolgen. Wusterwitz veränderte jetzt ihre taktische Marschroute und versuchte offensiv zu decken. Dies irritierte den OHC II nur für die ersten beiden Angriffe. Danach überlief man den Gegner bis zur Halbzeit. Da stand es verdient 19:12.

In der Halbzeitansprache gab es auch nicht viel zu sagen. Weiter am eigenen Spielfaden festhalten, weiterhin gut in der Deckung arbeiten und den Gegner in den verbleibenden 30 Minuten konstant unter Druck halten.

Das sollte beim Stand von 26:16 nach 10 gespielten Minuten der 2. HZ etwas verloren gehen. Da kam dann etwas Unruhe auf. Die Mannschaft verlor auf einmal unverständlicherweise ihren Spielfaden. Leistete sich hier immens viele technische Fehler und agierte nicht mehr so in der Deckung wie zuvor. Es ging nur noch nach vorne und man vergaß auch nach hinten zu arbeiten. Einzig ist es aber den für Marcel Schmidt in der 2. HZ gekommenen Fabian Fuchs zu verdanken, dass der OHC II weiterhin auf Distanz zum Gegner blieb.

Stahlberg: „Das hätte ein Knackpunkt der Partie werden können. Aber Fabi hat unglaublich stark gehalten. Viele freie Würfe entschärft. Wir haben hier nicht kontrolliert agiert. Den eroberten Ball leichtfertig weggegeben.“

Die Partie zeichnete sich jetzt durch zahlreiche Unzulänglichkeiten aus. Beim Stand von 27:19 in der 50. Minute, ging es dann aber wieder aufwärts. Man besann sich beim OHC wieder auf Handballspielen und bespielte den Gegner.

Stahlberg: „Das hat Lust auf mehr gemacht. Die taktische Marschroute ist vollends aufgegangen. Nur die 10 Minuten, zwischen 40. – 50. Minute, dass musste nicht sein. Da hat sich die Mannschaft um ihre noch möglichen Lorbeeren gebracht.“ Am Ende konnte die Zweite Vertretung des Oranienburger Handball Club einen nie gefährdeten 38:27 Heimerfolg verzeichnen.

OHC: Fuchs, Schmidt – Schüring (2), Zieschang (7), Kopiske (6), Steudtner (5), Grande (1), Broja (3), Eismann (2), Kühne (1), Strauchmann, Holzendorf (4), Köhn (1), Schrödter (6)
SR: Krause/Basche
Gelbe Karten: 6
Zeitstrafen: 4
Rote Karten: -


Presseartikel, Märkische Allgemeine Zeitung, 02.11.2009, Ivo Eismann