Es sollte nicht der Tag der Oranienburger Frauen werden. Mit
nur 7 Feldspielerinnen trat man die Fahrt zum letzten Auswärtsspiel der
Saison nach Wusterwitz an und musste mit einer derben 18:30 (4:12)
Niederlage im Gepäck zurückkehren.
Mehrere Faktoren ließen die erste Hälfte zur Katastrophe
werden. Dabei sah es zunächst nach einem ausgeglichenen Match aus. Bis zum
3:3 nach zehn Spielminuten konnten die OHC-Damen die Partie offen halten.
Zwar tat man sich bereits in dieser Phase schwer mit dem Tore werfen, aber
dafür strahlte die Abwehr genügend Stabilität aus und ließ den
Gastgeberinnen nur wenig Chancen.
Doch was dann kam, hatte man so bislang in dieser Saison
noch nicht erlebt. Für die nächsten 12 Minuten war das gegnerische Tor für
die Oranienburgerinnen wie zugenagelt. Der Ball wollte einfach nicht
reingehen. Auch bei freien Würfen war oftmals der Pfosten im Weg. Es fehlte
das Quäntchen Glück. Nichtsdestotrotz zeigte das Team in der Abwehr
weiterhin eine gute Leistung. Nur im Angriff sollte einfach nichts klappen.
So konnten die Wusterwitzerinnen bis zum 10:3 davon ziehen ehe die Gäste
ihren vierten Treffer und gleichzeitig den Letzten der ersten Hälfte
erzielten.
Für die Oranienburgerinnen war klar, den ersten Durchgang
schnell zu vergessen und wieder bei Null anzufangen. Man müsse ja nur im
Angriff „die Dinger“ reinmachen.
Doch leichter gesagt als getan.
Nach dem Seitenwechsel waren es zunächst die Gastgeberinnen,
die zwei Bälle im Tor unterbringen konnten (14:4).
Die Gäste dagegen kamen einfach nicht richtig in Tritt. Zwar
steigerte man sich im Gegensatz zu den ersten 30 Minuten, aber wo man zuvor
kein Glück hatte, kam nun auch noch Pech hinzu. Abpraller fielen in die
Hände des Gegners oder aber der Pfosten war einmal mehr die Endstation für
die Oranienburgerinnen.
So pendelte sich der Vorsprung der Wusterwitzerinnen
zwischen zehn und zwölf Toren ein (17:7; 22:10).
In den letzten Minuten orderte Trainer Dekaris schließlich
eine doppelte Manndeckung an, um vielleicht noch ein wenig Ergebniskosmetik
vorzunehmen. Doch es reichte lediglich dazu, dass der Abstand nicht noch
größer wurde. Es fehlte letztendlich über den gesamten Spielverlauf die
nötige Power.
Christin Hirschfelder
OHC: Griese, Jens – Kirschmann(2), Ch.
Hirschfelder(2), Fischer(4), Kiesel(1), Fuchs(3), Hinke(1), Kühne(5/2)