Nach fünf Spielen ohne Niederlage mussten sich die OHC –
Damen nun in eigener Halle gegen den Zweitplatzierten aus Guben mit 31:36
(13:15) geschlagen geben.
Wegen akuten Personalmangels wurde das Team von Trainer Vinko Dekaris
tatkräftig von Spielerinnen aus der A-Jugend und der zweiten
Frauenmannschaft unterstützt. Und unter den gegebenen Umständen hat man sich
auch gut präsentiert.
Die Oranienburgerinnen kamen gut in die Partie und gingen zunächst mit 1:0
und 2:1 in Front. Doch die Gäste blieben dran und konnten beim 3:4 erstmals
die Führung übernehmen.
In dieser Phase der ersten Hälfte kam auch ein wenig Pech für die
Gastgeberinnen hinzu, so dass das Team zwar immer wieder zum Ausgleich kam
(6:6, 9:9), es jedoch nicht schaffte die Oberhand zu erlangen und sich
abzusetzen. Dafür blieben zu viele Möglichkeiten ungenutzt.
Aber auch die junge Torfrau der A – Jugend Alexandra Jens, der Trainer
Dekaris sein Vertrauen in dieser Partie schenkte, konnte sich beweisen und
ihrem Team Sicherheit geben.
Nichtsdestotrotz mussten die OHC – Damen mit einem Zwei – Tore – Rückstand
nach einem mit dem Schlusspfiff verwandelten gegnerischen Siebenmeter in die
Pause gehen.
Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst wieder gut los für die
Gastgeberinnen. Man konnte auf 15:16 verkürzen. Doch man hatte das Gefühl,
dass das zunehmend arrogant werdende Auftreten der Gubenerinnen sich auch
auf die Oranienburgerinnen auswirkte.
Die Abwehr wurde löchriger, so dass es immer wieder ein einfaches
Durchkommen für die Gäste gab und sie sich zunächst bis auf 17:21 absetzen
konnten.
In Folge der Disqualifikation einer Gubener Spielerin in der 40.
Spielminute, die die Rückraumspielerin Ulrike Fuchs im Gegenstoß grob
foulte, ging ein kleiner Schub durch die Mannschaft der Gastgeberinnen. Sie
holten ihr Kämpferherz raus und kamen bis auf 21:22 ran. Doch der Ausgleich
wollte nicht gelingen.
Nach dem sich die Gäste schließlich beim 24:29 wieder einen komfortablen
Vorsprung erarbeitet hatten, gaben die Dekaris – Schützlinge nicht auf und
lagen den Gegnerinnen beim 28:30 weiter auf den Fersen. Dies war jedoch auch
das letzte Mal, dass der Ausgleich zum greifen nah war.
In den letzten Spielminuten, als sich die Gubenerinnen nun wieder deutlich
mit fünf Toren (28:33) absetzen konnten, leisteten die enttäuschten
Oranienburgerinnen kaum noch Gegenwehr, so dass der Sieg zwar in Ordnung
geht, jedoch aber in der Höhe ungerechtfertigt ist.
Christin Hirschfelder
OHC: Griese, Jens – Kirschmann(3), Steudtner(4/1), Ch. Hirschfelder(1),
Fischer(2), Kiesel(4), Fuchs(10/2), Hinke(6), Mischke, Pitner, Pazia(1),
Begung