Zur Startseite Mit freundlicher Unterstützung von
Kontakt
Impressum
Zur Startseite
NEWS



... News-Archiv
ERGEBNISSE





... alle Ergebnisse
TERMINE



... alle Vereinstermine

... alle Spieltermine

 

OHC I – SV 63 Brbg. West 35:28 (14:16)

04.04.2009

 

Erfolgreiche OHC-Aufholjagd

 Die Oranienburger haben sich verwundert die Augen gerieben – sowohl Spieler als auch Zuschauer. Der Abstiegskandidat aus Brandenburg legte eine flotte Sohle aufs Parkett und überraschte den Tabellendritten ein ums andere Mal. Sicher, ein 0:2-Rückstand darf passieren, ein 2:4 auch. Als es aber nach zehn Minuten 3:8 stand, vor allem nach Rückraumtoren von A-Jugendspieler Tommy Fengler, kam so manch einer ins Grübeln. „Was sollten wir auch tun, wir haben ja im Kampf gegen den Abstieg nichts zu verlieren. Deshalb mussten wir so spielen“, sagt Frank Seiler, Rechtsaußen des SVB. Es war ein recht hohes Niveau, das die Gäste in der Anfangsphase an den Tag legten. Das hielten sie aber nicht. Abspiel- und Fangfehler brachten den OHC unverhofft mehrfach in Ballbesitz, den sie dann in Tore ummünzten. Schritt für Schritt baute der Gastgeber den Rückstand ab. Beim 11:12 (Klimczak) und 12:13 (Tourmo/25.) waren sie auf Tuchfühlung. Aber zur Pause lagen sie mit zwei Toren hinten (14:16).

„Diese Gegenwehr war zu erwarten“, sagte OHC-Trainer Holger Winselmann. „Aber ich habe den Spielern in der Pause auch klargemacht, dass es mit einem halbherzigen Spiel nicht geht.“ Das müssen sie beherzigt haben. Dem Ex-Brandenburger Robert Stelzig gelang nicht nur der erstmalige Ausgleich (16:16), sondern anschließend auch der erste Führungstreffer (17:16). Spätenstens von diesem Zeitpunkt an ging es mit den Gästen bergab. „Leider hat unsere Kraft nicht gereicht, um weiter gegenzuhalten“, so Frank Seiler. Vor allem die Tore von Rechtsaußen Christian Riedel und die insgesamt sieben Siebenmeter von Sascha Starke (Winselmann: „Beeindruckend, mit welcher Konsequenz und Konzentration er die reingemacht hat.“) schraubten das Ergebnis in die Höhe (24:21, 27:22, 30:24, 33:24). Einen wesentlichen Anteil daran hatten die Auftritte von Robert Stelzig, Denny Groth, Tim Fröhlich, Christian Riedel und Martin Siegler. Frank Seiler hatte zum Schluss noch einen Grund zum Lächeln. Der Arbeitskollege von OHC-Keeper Gunnar Tredup: „Das Duell gegen ihn habe ich heute wohl gewonnen. Er hielt, glaube ich, keinen Ball von mir, so der siebenfache Schütze.

Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 05.04.2009, Stefan Blumberg


SV 63 schafft beim OHC nur eine starke Halbzeit

 Nach der 28:35-Niederlage rückt der Abstieg näher

Der SV 63 Brandenburg-West hat das wichtige Regionalliga-Auswärtsspiel beim Oranienburger HC mit 28:35 verloren, obwohl das Team zur Halbzeit noch mit 16:14 führte. Bei nur noch drei ausstehenden Spielen droht nun akut der Abstieg, da die direkte Konkurrenz zur gleichen Zeit punktete.

Der SV 63 bot in diesem Landesderby in Halbzeit eins eine hervorragende Leistung. Alle Akteure zeigten Biss und Einsatz. Die Abwehr stand sehr kompakt und Matthias Junge hielt stark. So führten die Brandenburger nach zehn Minuten mit 7:2 und nach 20 Minuten hieß es 11:7. „Durch mehrere technische Fehler gelang aber die in dieser Phase durchaus höhere Führung nicht“, sagte Trainer Peter Höhne. Dadurch blieb der OHC, bei dem der Ex-Brandenburger Fuchs durch die resolute Defensive der Havelstädter kaum zum Zuge kam, zumindest auf Tuchfühlung.

Nach 34 Minuten hatte der Oranienburger HC beim 18:18 den Gleichstand erzielt. Die folgenden fünf Minuten blieben torlos, ehe Oranienburg erstmals mit 19:18 in Führung gehen konnte. Bis zur 45. Minute ging es weiter im Gleichschritt (21:22), ehe der Gastgeber innerhalb von fünf Minuten auf 28:22 enteilen konnte. „Da war einfach niemand auf dem Parkett, der den Kopf oben behalten hat“, bemängelte Coach Höhne. Katastrophale Fehler vor allem der erfahreneren Spieler führten zu Kontern. Trainer Höhne versuchte es in der Folgezeit mit den jüngeren Spielern, die sich auch redlich mühten. Doch der Black out Mitte der 2. Halbzeit war nicht mehr wett zu machen. „Wir haben in den letzten 20 Minuten fast alles falsch gemacht“, ärgerte sich Peter Höhne nach dem Schlusspfiff. Während der Oranienburger HC seine sieben Strafwürfe allesamt verwandelte, verwarf der SV 63 drei von neun. Lob gab es von Peter Höhne für die gesamten 60 Minuten nur für die beiden Schiedsrichterinnen aus Rostock. „Die haben ruhig und sachlich gepfiffen“, sagte Höhne.

Jetzt steht der SV 63 Brandenburg-West noch mehr mit dem Rücken zur Wand. „Wir müssen die letzten drei Spiele gewinnen, wollen wir nicht absteigen“, fordert Höhne. Zwei Heimspiele stehen noch aus sowie eine Begegnung auswärts. Ein sehr schwieriges Unterfangen. Und selbst die angestrebten sechs Punkte könnten am Ende vielleicht auch nicht ausreichen. Somit muss man sich innerlich bei den Brandenburgern schon auf die Preußenliga einstellen müssen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, ist Peter Höhne optimistisch. Und der SV 63 agierte in den vergangenen Wochen – bis auf das Neubrandenburg-Spiel – zuhause stark. Daran will die Mannschaft nach Ostern anknüpfen. Trainer Höhne hat bereits angekündigt, dass keine Trainingspause eingelegt wird. Für den Endspurt in der Regionalliga sollen noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden. (Von Marcus Alert)

SV 63 Brandenburg-West: Junge, Witowski, Schößler (3/3), Fängler (6), F. Reckzeh (4), Müller (3), Seiler (8), Winter (1), Teichert (1), T. Wollweber, Fähling, T. Reckzeh (1).

Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 05.04.2009 


I