DHK Flensborg – OHC I 33:26 (16:12)
28.03.2009
Mit leeren Händen zurück
Der DHK Flensborg verabreicht dem OHC eine
deutliche Niederlage
Aus dem großen Wunsch, das Ergebnis beim
DHK Flensborg diesmal freundlicher zu gestalten als vor einer Woche bei
Flensburg II, wurde nichts. Es setzte wieder eine deutliche Niederlage.
Die 400 Kilometer, die die Oranienburger
am Sonnabend bis nach Flensburg zurücklegten, haben sich nicht gelohnt. Der
Tabellendritte ließ sich vom gastgebenden Vierten den Schneid abkaufen. „Am Ende
waren es zwei, drei, vier Tore zu viel“, befand Oranienburgs Trainer Holger
Winselmann in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Aber der Sieg geht in
Ordnung.“
Ärgerlich aus Sicht der Oranienburger ist, dass sie die Partie in der
Anfangsphase kontrolliert haben. 2:0, 4:2 und 6:4 führte die Mannschaft, ehe
sich so langsam das Blatt wendete. Die Flensborger stellten sich besser auf die
OHC-Abwehr ein. „Anfangs hatten wir damit unsere Probleme, aber die bekamen wir
in den Griff“, analysierte DHK-Coach Waldemar Paciorek. Zudem hätte sich Holger
Winselmann Unparteiische gewünscht, die eine klare Linie verfolgen. Es gab
mehrere Situationen, in denen sich die Gäste den Ball erkämpft hatten, die
Schiris die Aktionen aber zurück pfiffen. Auch wenn Torwart Gunnar Tredup in der
ersten Halbzeit sehr gut hielt, trafen die Hausherren immer wieder und lagen zur
Pause 16:12 vorn.
Noch gab sich der Gast nicht geschlagen und kämpfte sich wieder heran (18:17,
19:18). Beim 20:20 stellte Sascha Starke den Ausgleich her, der bis zum 21:21
hielt. Jetzt zogen die Flensborger davon (24:21, 27:22, 31:24). Sie rissen
Lücken in die Abwehr, waren von den Außenpositionen (vier Heber) und aus dem
Rückraum erfolgreich. Die OHC-Torhüter hielten kaum noch Bälle, Enrico Büchner
bei seinem Kurzeinsatz gar keinen. Im Angriff wurden die Chancen zu leichtfertig
und zu überhastet vergeben. So war im hohen Norden kein Blumentopf zu gewinnen.
OHC-Kreisläufer Robert Stelzig war nach dem Spiel bedient und musste sich erst
einmal sammeln: „Ich habe mich vor allem deshalb geärgert, weil wir nach dem
Rückstand wieder dran waren. Da wir aber sowohl im Angriff als auch in der
Abwehr nicht konsequent gearbeitet haben, ging das Spiel verloren.“
OHC I: Büchner, Tredup – Fuchs (4), Stelzig (1),
Throl, Lehmann, Siegler (3), Pommerening (3), Tourmo (2), Schröder, Groth (1),
Fröhlich (1), Riedel (1), Klimczack (5), Starke (5).
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 29.03.2009, Stefan Blumberg
Im Norden nichts Neues
Lange Auswärtsfahrten umsonst
Holger Winselmann hatte im Herbst seine Befürchtung vage geäußert:
„Wer weiß, wie die Mannschaft die Spiele verkraftet, bei denen wir weit in
den Norden fahren müssen.“ Zumindest sprechen die Ergebnisse des Männerteams
des Oranienburger HC in der Handball-Regionalliga eine deutliche Sprache:
Die langen Fahrten gen Norden bekommen dem Team nicht. Fünfmal musste die
Mannschaft bislang den Weg in den nördlichsten Zipfel Deutschlands in
Angriff nehmen und dabei bis zu 400 Kilometer für die Anreise hinter sich
lassen. Viermal kehrte die Mannschaft mit Niederlagen im Gepäck zurück.
Lediglich beim Kellerkind Hohn/Elsdorf nahmen die Oranienburger beide Punkte
mit nach Hause (32:28). Gegen den Bramstedter TS (24:26), gegen den TSV
Tarp-Wanderup (29:34), gegen die SG Flensburg-Handewitt II (31:38) und gegen
den DHK Flensborg (26:33) setzte es Niederlagen.
„Der Aufwand ist schon sehr hoch. Bis nach Flensburg sind wir ja fast sechs
Stunden unterwegs. Wenn man da aus dem Bus steigt, ist man nicht taufrisch“,
sagt Robert Stelzig, Kreisspieler beim Oranienburger HC. Seiner Meinung nach
sei ein Team gegenüber der Heimmannschaft deshalb schon leicht
benachteiligt. „Aber das geht ja allen Mannschaften so. Jeder muss ja im
Laufe der Saison fahren“, so der 21-Jährige.
Beste Beispiele dafür sind die Spiele der Nordlichter in
„Mitteldeutschland“. So gingen jene beiden Flensburger Mannschaften zum
Beispiel in Oranienburg unter. Genauso kassierten sie Niederlagen auf Usedom,
in Bad Doberan, Berlin, Neubrandenburg oder Cottbus.
OHC-Co-Trainer Michael Freund bestätigt diese Auffassung. „Solche Touren
hinterlassen ihre Spuren in punkto körperlicher Verfassung.“
Noch einmal müssen die Oranienburger in dieser Saison weit in den Norden
reisen, am letzten Spieltag (2. Mai) zur SG Kropp-Tetenhusen. Dann soll es
den zweiten Sieg im fernen, fernen Norden geben. (sb)