SG Flensburg-Handewitt II – OHC I 38:31 (17:10)
22.03.2009
Keine Mittel gefunden
Deutliche OHC-Niederlage im Spitzenspiel
Flensburg war gestern für die Oranienburger keine Reise wert.
Hatte Trainer Holger Winselmann im Vorfeld noch gehofft, dass seine Schützlinge
zum Stolperstein für den zuletzt schwächelnden Tabellen-zweiten werden könnten,
wurde er schnell eines Besseren belehrt. „In der Anfangsphase taten sich beide
Mannschaften schwer, und es fielen zunächst auch nicht viele Treffer“, berichtet
der OHC-Trainer. Doch Mitte der ersten Hälfte zeichnete sich bereits ab, dass
die Gäste keine geeigneten Mittel fanden, um die zunehmend sicherer werdenden
Hausherren in Bedrängnis zu bringen. „Wir konnten die Partie in dieser Phase vom
Ergebnis her noch etwas enger gestalten, so bis zum 12:9, aber es war bereits
absehbar, dass es für uns kaum etwas zu holen gibt“, so der enttäuschte
Winselmann. Und in der Tat zogen die Flensburger bereits vor der Pause
vorentscheidend auf 17:10 davon.
Im zweiten Abschnitt bauten die Gastgeber den Vorsprung teilweise auf mehr als
zehn Tore aus, doch abschießen lassen wollten sich die Gäste auch nicht. „Wenn
man der Partie etwas Positives abgewinnen kann, dann dass uns noch einige gute
Spielzüge gelungen sind und auch noch ein paar Balleroberungen“, zieht Holger
Winselmann ein bescheidenes Fazit. „Insgesamt war es für uns aber natürlich
ziemlich enttäuschend“, so der Coach.
Schon in der kommenden Woche müssen die OHC-Männer wieder nach
Schleswig-Holstein zum DHK Flensborg. „Das wird ein Spiel unter völlig anderen
Voraussetzungen, weil der Gegner ganz anders agiert“, hofft Winselmann, dass
Flensburg dann eine Reise wert sein wird. Jg
OHC I: Büchner, Tredup – Fuchs (4), Throl (2), Lehmann
(1), Siegler, Pommerening (1), Tourmo (3), Schröder (1), Groth (4), Riedel (3),
Fröhlich (1), Klimczak (3/1), Starke (8/4).
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 23.03.2009, Jörn Gundel
Spitzenspiel im hohen Norden
792 Treffern ist der Angriff der SG Flensburg/Handewitt II die
Tormaschinerie in der Handball-Regionalliga. Das Juniorteam des
Champion-League-Teilnehmers trifft morgen ab 16 Uhr auf den Oranienburger
HC, der eine der besten Abwehrreihen der Liga stellt. Die Partie ist zudem
das Spitzenspiel. Der Gastgeber ist Zweiter mit 36 Punkten. Zwei Zählern
dahinter rangiert der OHC.
„Wir haben uns weniger mit deren Angriffsstärke beschäftigt, sondern legten
den Fokus auf die eigene Leistung. Trotz unserer relativ wenigen Gegentore
war die Abwehr jüngst nicht so stabil, wie ich mir das vorstelle. Daran
haben wir gearbeitet“, erläutert OHC-Coach Holger Winselmann, ohne das
Flensburg-Spiel speziell im Blick zu haben. Sowohl beim Oranienburger HC als
auch bei den Gastgebern stehen zwei Ex-Nationalspieler an der Seitenlinie.
Holgger Winselmann und Matthias Hahn kämpften gemeinsam in Seoul und
Barcelona um olympische Ehren und trafen sich letztmalig beim Hinspiel in
Oranienburg. Dieses gewann der Aufsteiger sensationell mit 37:25 gegen den
damaligen Titelaspiranten aus Flensburg. „Wir gehen davon aus, dass der
Gegner auf eine Revanche brennt“, so der OHC-Torwart Gunnar Tredup. „Wir
wollen aber auch gewinnen, lediglich die lange Fahrzeit bis in den hohen
Norden ist ein wenig problematisch.“
Die 400-km-Tour nach Handewitt in die „Wikinghalle“ treten alle Spieler des
Oranienburger HC an. Nur Robert Stelzig wird verletzungsbedingt wohl nicht
zum Einsatz kommen. jgs