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Hohn/Elsdorf – OHC I 28:32 (13:14)
07.03.2009
Dominanz nicht im Resultat zu
sehen
Oranienburg gewinnt auswärts ohne Sorgen
Die Handballer des Oranienburger HC kehrten am
Sonnabend mit zwei Punkten aus Hohn/Elsdorf zurück. Dabei wusste das Team von
Trainer Holger Winselmann zu überzeugen, ließ aber die Dominanz beim
Tabellendreizehnten nicht im Ergebnis widerspiegeln.
Schon in der ersten Halbzeit gab der Gast das Tempo vor, ohne sich entscheidend
absetzen zu können. Mal führte der OHC, dann folgte der Ausgleich. Beim 9:8 ging
sogar der Gastgeber in Front. Doch die Oranienburger holten sich die Führung
noch vor dem Wechsel zurück: 14:13. „Es war ein komisches Spiel. Wir standen in
der Defensive eigentlich sehr sicher, kassierten aber immer wieder einfache
Tore“, sagt Winselmann. „Auch Torwart Enrico Büchner erwischte nicht seinen
besten Tag.“
Die Oranienburger kamen besser aus der Kabine und erspielten sich beim 18:14
erstmals eine Vier-Tore-Führung. Und dieser Vorsprung wurde bis zum Spielende
verwaltet. Zwar kamen die Hausherren in regelmäßigen Abständen auf zwei Tore
wieder heran. Doch dann erhöhte der Tabellendritte die Schlagzahl und schraubte
den Vorsprung wieder auf vier Treffer hoch (25:21, 26:22, 28:24).
In der Schlussphase kamen auch unglückliche Situationen hinzu. So sprang das
Leder nach gehaltenem Siebenmeter genau in die Arme des Gegners. Auf der anderen
Seite pfiffen die Unparteiischen dreimal „Kreis“ und zweimal „Fußfehler“. „Wir
haben die Partie dominant geführt. Doch im Ergebnis konnten wir die
Überlegenheit nicht dokumentieren“, sagt Winselmann. Bestnoten erhielten Throl,
Lehmann, Starke und Klimczak.
OHC I: Büchner, Schmidt - Fuchs, Stelzig, Throl (10),
Lehmann, Siegler (1), Tourmo (3), Groth (1), Fröhlich (4), Riedel (1), Klimczak
(5/1), Starke (6/5), Pommerening (1), Schröder
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 07.03.2009, Sebastian
Morgner
Klassenerhalt perfekt - Platz drei im Visier
Mit seinen zehn Treffern hatte Heiner Throhl am Sonnabend
maßgeblichen Anteil am souveränen 32:28-Erfolg des OHC in Hohn/Elsdorf.
Der Oranienburger HC bleibt das Überraschungs-Team der
Handball-Regionalliga. Bei der HSG Hohn/Elsdorf setzten sich die
Kreisstädter am Sonnabend mit 32:28 (14:13) durch und festigten damit
Tabellenplatz drei. Rein rechnerisch haben die Winselmann-Schützlinge den
Klassenerhalt damit bereits sieben Spieltage vor Schluss geschafft.
16 Punkte Vorsprung hat die OHC-Sieben auf den LHC Cottbus, der als
Tabellen-zwölfter theoretisch noch absteigen könnte. "Das ist natürlich
toll", freut sich der Coach des Aufsteigers über das vorzeitige Erreichen
des Minimalziels. Intern aber hatte man sich spätestens nach der
sensationellen Hinrunde eh längst höhere Ziele gesteckt. Einen einstelligen
Tabellenplatz zum Beispiel. Und auch diesen haben die Kreisstädter nach dem
überzeugenden Auswärtssieg in Hohn/Elsdorf inzwischen so gut wie sicher.
Am Sonnabend hatte Trainer Holger Winselmann nur wenig an der Leistung
seiner Mannschaft auszusetzen. "Trotz der langen Anreise haben wir sehr gut
ins Spiel gefunden, sowohl in der Abwehr als im Angriff", befand der Coach.
Dass man sich trotz spielerischer Dominanz bis zum 14:13 zur Pause nicht
deutlicher absetzen konnte, lag an den vielen "Merkwürdigkeiten", so
Winselmann, die das Spiel für die Oranienburger bereithielt. Bis auf das
zwischenzeitliche 9:8 aus Hohn/Elsdorfer Sicht, lagen die Kreisstädter die
ganze Zeit über in Führung. Doch ihrer Sache sicher sein konnten sich die
Gäste nicht. Der Grund: "Die Hohn-Elsdorfer haben sich irgendwie immer
wieder durch unsere Abwehr durchgewurschtelt, obwohl wir eigentlich gut
standen." Hinzu kamen etliche unglückliche Situationen im Angriff.
Abpraller, Fang- und Fußfehler, Angriffe durch den Kreis, strittige
Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns zu Ungunsten des OHC - "Details",
die ein enges Spiel entscheiden können. Aufgrund der spielerischen Dominanz
der Oranienburger hatten diese allerdings keinen Einfluss auf die
Punktevergabe.
Im zweiten Spielabschnitt verstanden es die Gäste besser, die
abstiegsbedrohte HSG (Tabellen-13.) auf Distanz zu halten. Unmittelbar nach
Wiederanpfiff zog der OHC auf 18:14 davon. Hohn/Elsdorf verkürzte in der
Folge noch einmal auf 20:22 (45.), vor allem dank der Treffer von Steffen
Oeltjen, mit insgesamt 13 Toren bester Schütze seines Teams. Spätestens beim
21:25 aber ließ Oranienburg keinen Zweifel mehr am Sieg aufkommen und fuhr
den Vier-Tore-Vorsprung souverän nach Hause. Bester Spieler bei den Gästen
war Heiner Throl (zehn Tore), der laut Winselmann "einen überragenden Tag"
erwischt hatte.
Seit der Niederlage bei Spitzenreiter VfL Potsdam Ende Januar haben die
Kreisstädter nun vier Spiele in Folge gewonnen. Am kommenden Sonntag, 16
Uhr, soll diese Serie mit einem Sieg gegen den Tabellen-14., Fortuna
Neubrandenburg, weiter ausgebaut werden.
OHC: Büchner, Schmidt - Fuchs, Siegler, Stelzig,
Throl (10), Lehmann, Siegler (1), Tourmo (3), Groth (1), Fröhlich (4),
Riedel (1), Klimczak (5/1), Starke (6/5), Pommerening (1), Schröder
Presseartikel, Oranienburger Generalanzeiger, 09.03.2009, Thomas Gutke
Brandenburger drücken Daumen
OHC gastiert beim Abstiegskandidaten Hohn/Elsdorf
Wenn der Oranienburger
HC heute ab 19.15 Uhr bei der HSG Hohn/Elsdorf antritt, wird es
in Brandenburg und Cottbus einige OHC-Fans geben. Hohn/Elsdorf,
Brandenburg-West und der LHC Cottbus sind direkte Konkurrenten
im Kampf um einen Nicht-Abstiegsplatz.
„So etwas wie eine Brandenburger Verpflichtung haben wir nicht.
Das wäre vielleicht etwas zu weit gegriffen. Dennoch können die
beiden brandenburgischen Teams von uns verlangen, dass wir in
Hohn alles geben, um zu gewinnen. Das haben wir schließlich auch
in Cottbus und in Brandenburg getan“, erläutert OHC-Trainer
Holger Winselmann.
Im Hinspiel brannten die Oranienburger gegen Hohn/Elsdorf ein
Feuerwerk ab. Der OHC führte schon in der Anfangsphase mit 11:2
und schickte dann die Schleswig-Holsteiner mit einer 21:37-
Niederlage wieder nach Hause. „Ich erinnere mich, dass wir
damals ein gutes Spiel mit einer starken Abwehrleistung
abgeliefert haben. Daran wollen wir natürlich heute anknüpfen“,
blickt Winselmann voraus.
Dafür kann der Trainer personell aus dem Vollen schöpfen. Mit 15
Spielern reisen die Oranienburger in den Norden, in die
unmittelbare Nähe von Kiel, wobei hinter dem Einsatz von Stephan
Fuchs aufgrund seiner Schulterverletzung noch ein Fragezeichen
steht. Wenn er aufläuft, dann wohl nurin der Abwehr.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 07.03.2009, Stefan Blumberg
Am Podestplatz festgebissen
Der Oranienburger HC und seine Waffen
Sie haben sich auf dem 3.Platz festgebissen. Und sie scheinen
ihn nicht mehr loszulassen. Trotz aller kleinen Wackler in der
Saison – der Oranienburger HC gehört zu den Spitzenteams der
Liga.
Eine Waffe ist die Ausgeglichenheit des Teams. In den beiden
zurückliegenden Spielen hieß eine dieser Waffen Patrick Lehmann.
Im bisherigen Saisonverlauf bekam der 23-Jährige relativ wenige
Einsatzzeiten. Gegen Norderstedt (38:29) und Hohn/Elsdorf
(32:28) stand er lange auf der Platte. Und er bekam beide Male
sehr gute Noten. „Mir hat zuletzt ein strukturiertes
Angriffsspiel gefehlt. Patrick sorgt aber dafür“, lobt ihn
Trainer Holger Winselmann (45), dem zuletzt missfiel, dass der
Erfolg in Eins-gegen-eins-Situationen gesucht wurde. Er
bescheinigt Lehmann großes Engagement beim Training. „Er weiß,
was er kann und setzt das auch auf dem Spielfeld um. Das haben
wir in den beiden zurückliegenden Spielen gesehen.“
„Nach solchen Spielen, die wir zudem gewinnen, fahre ich
natürlich mit einem guten Gefühl nach Hause“, so der
Rückraumakteur, der mitunter an seiner Bankdrückerrolle zu
knabbern hat. „In erster Linie will man spielen und dem Team
Impulse geben. Wenn beides nicht gelingt, ist man enttäuscht.“
Auch wenn die Gegner nicht die stärksten gewesen seien, hätten
die Spiele gezeigt, dass es funktioniert, so Patrick Lehmann.
Der OHC demonstrierte in diesen Begegnungen, dass neben Tim
Fröhlich (24), Sascha Klimczak (25) oder auch Sascha Starke (20)
weitere Akteure das eigene Spiel gestalten können.
Apropos Sascha Starke – anerkennend äußerte sich der Coach auch
über ihn und seine Treffer vom Siebenmeterpunkt. „Er scheut sich
nicht, Verantwortung zu übernehmen und hilft der Mannschaft
damit weiter“, so Holger Winselmann über den Youngster im Team.
Mittlerweile ist Starke hinter Sascha Klimczak (100) und Heiner
Throl (93) mit 92 Treffern der drittbeste Werfer des
Oranienburger Teams. Und in der gesamten Liga haben nur der Bad
Doberaner Falk Heinrich (74) und der Führende der Torjägerliste,
Mario Petersen von der HSG Tarp-Wanderup (59), öfter vom
Siebenmeterpunkt getroffen als der Student an der Fachhochschule
der Polizei (57).
Der OHC (32:14 Punkte) liegt als Aufsteiger auf Platz 3 der
Regionalliga Nordost – hinter Potsdam (46:0) und Flensburg II
(36:10). OHC-Co-Trainer Michael Freund sieht diesen blendenden
Stand als das Resultat „von vier Jahren harter Arbeit“ an.
Seine eigene Beobachtungen gemacht hat der ehemalige Trainer des
OHC-Erzrivalen HC Neuruppin, Gunter Funk: „Die Ausgewogenheit
der Mannschaft habe ich immer geschätzt. Es war kaum ein Spieler
überdurchschnittlich veranlagt, aber alle spielen sehr solide.“
Die Ausgeglichenheit ist eine wirkungsvolle Waffe.

Szene aus dem Heimspiel gegen den VfL Potsdam. Foto: Michael
Urban
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 10.03.2009, Stefan Blumberg
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