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HSV Insel Usedom - OHC I 28:23
(10:11)
13.09.2008
Punkte in
der Pommernhölle gelassen
Oranienburger HC verpatzt den Start BW Insel Usedom
Der Oranienburger HC (OHC) hat es im ersten Handball-Regionalligaspiel nicht
geschafft, aus der „Pommernhölle“, wie die Ahlbecker Pommernhalle auch genannt
wird, die Punkte zu entführen.
Sascha Starke erzielte mit seinem Siebenmeter das erste Saisontor für den OHC
und brachte sein Team mit 1:0 in Führung. Die Hausherren übernahmen in den
nächsten Minuten das Kommando und setzten sich auf 4:1 ab. Mit etwa 750
Zuschauern im Rücken erhöhte Blau-Weiß auf 6:2 (10.). Kaum beeindruckt von der
temposcharfen und effektiven Anfangsphase stellten sich die Oranienburger besser
auf das Spiel der Usedomer ein und holten postwendend auf (6:5/13.). Das Spiel
war wieder offen. Da OHC-Torwart Enrico Büchner jetzt einige Bälle entschärfte
und im Angriff die Chancen verwertet wurden, erzielte Christian Riedel sogar die
11:10-Führung für die Gäste.
In den ersten 30 Minuten hatte sich der Usedomer Neuzugang Christoph Dübener
offensichtlich warmgelaufen. Nach dem Wiederanpfiff überrollte er die
Oranienburger mit seinen Rückraumwürfen fast allein. Der 21-Jährige war nicht zu
stellen, auch nicht von den Torhütern. Zwölfmal traf er fast nach Belieben ins
OHC-Gehäuse und war damit der Garant für den Sieg der Gastgeber. Beim 19:17
(48.) und 22:19 (53.) rechneten sich die Winselmann-Spieler noch Chancen aus.
„Aber wir haben uns mitunter zu naiv angestellt“, sagt Heiner Throl. In der
Endphase agierte der Aufsteiger hastiger. Die junge Blau-Weiß-Sieben behielt die
Ruhe, wartete auf die gegnerischen Fehler und nutzte sie konsequent aus.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 15.09.2008, Stefan
Blumberg

Fotos:
www.usedom-handball.de
"Abwehr war sensationell"
Handball: OHC-Trainer Holger Winselmann über die 23:28-Auftaktniederlage
ORANIENBURG Zu den ersten Punkten reichte es zwar
nicht. Doch trotz der 23:28 (11:10)-Niederlage bei Blau-Weiß Insel Usedom
stellten die Handballer vom Oranienburger HC am Sonnabend am ersten Spieltag der
Regionalliga Nordost ihre Drittliga-Tauglichkeit unter Beweis. Unser Mitarbeiter
Thomas Gutke hatte gestern Gelegenheit, mit Holger Winselmann (Foto), dem
Trainer der Kreisstädter, über den Saisonauftakt seiner Mannschaft zu sprechen.
Herr Winselmann, was überwiegt momentan bei Ihnen, die Enttäuschung über
die verpassten Punkte, oder die Freude, über die respektable Leistung zum
Auftakt?
Winselmann: Wir sind natürlich nicht total unzufrieden nach Hause gefahren,
sondern mit dem positiven Gefühl, dass wir uns vor niemanden zu verstecken
brauchen. Aber man muss auch sagen, es war wesentlich mehr drin.
Was hat den Unterschied ausgemacht?
Winselmann: Meiner Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit etwas die
Durchschlagskraft aus dem Rückraum gefehlt. Daran müssen wir im Training
arbeiten. Abgesehen davon muss ich dem Team ein Kompliment machen. Alle sind
hochmotiviert in dieses erste Spiel gegangen. Vor allem die Abwehrleistung war
sensationell.
Hatten Sie nach dem Spiel die Gelegenheit, mit Ihrem Gegenüber, dem
Usedomer Coach Jens-Peter Teetzen, das Spiel auszuwerten?
Winselmann: Ja, und er hat meinem Team eine starke Leistung bescheinigt. Vor
allem mit unserer beweglichen Abwehr habe seine Mannschaft Schwierigkeiten
gehabt. Insgesamt waren die Usedomer tolle Gastgeber und das Publikum überaus
sachkundig und fair.
Am Sonnabend steht das erste Heimspiel der Saison gegen Tarp-Wanderup
an. Wie stehen die Chancen?
Winselmann: Der Auftaktsieg von 25:23-Auftaktsieg von Tarp gegen Neubrandenburg
sagt noch nicht soviel aus. Aber ich war schon überrascht, dass sich unser
nächster Gegner doch etwas schwer getan hat. Ich bin gespannt. Wenn wir unsere
Defizite im Spiel aus dem Rückraum beseitigen und in Stärken umwandeln, sehe ich
gute Chancen.
Gibt es personelle Probleme beim OHC?
Winselmann: Sascha Klimczak hat sich gegen Insel Usedom bei einer Angriffsaktion
ein Stück seines Schneidezahns abgebrochen. Ich hoffe trotzdem, dass er
auflaufen wird. Auch Denny Groth, Heiner Throl und Ricardo Tourmo sind
angeschlagen. Aber wir werden sie schon hinbekommen.
Presseartikel Oranienburger Generalanzeiger, 16.09.2008
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