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BSV Luckau - OHC I 25:28 (11:12)

27.01.2008

Glanzloser Auftritt - Motor stottert in Luckau, aber zwei Punkte im Sack

 Die Männer des Oranienburger HC haben die Spitzenposition in der BB-Liga halten können. Allerdings war es gestern wieder mal einer der weniger überzeugenden Auftritte bei einem Gegner aus dem Tabellenkeller.

Der OHC spielte gestern Nachmittag nicht wie ein Spitzenreiter. Beim Tabellenzwölften BSV Luckau quälte sich die Mannschaft von Trainer Holger Winselmann zu einem knappen Sieg. „Ja, es war auch eine enge Kiste“, resümiert Trainer Holger Winselmann. Er resümierte aber gestern nach dem Spiel nicht nur, er kritisierte auch: „Es fehlte wieder einmal an der nötigen Einstellung!“

Die Luckauer, die eine Woche zuvor wegen Personalmangels ihr Spiel in Ludwigsfelde abgesagt hatten, versetzten den Oranienburgern gleich zu Beginn den ersten Dämpfer. Nach wenigen Minuten führte die Mannschaft gegen den haushohen Favoriten (Hinspiel 32:18 für den OHC) mit 4:1. Schon da zeichnete sich ab, dass sich die Gäste schwer tun würden, sie fanden ihren Rhythmus nicht so richtig. Auf breiter Front erlaubten sich die Spieler Schnitzer. Die beiden Torhüter Gunnar Tredup und Enrico Büchner „gaben dem Team nicht die nötigen Impulse“ (Holger Winselmann), auch nicht den nötigen Halt. Das schaffte die Abwehrformation davor ebenfalls nicht. Es fehlte der Biss. Im Angriff gab es zu viele Fehlwürfe und Fehlabspiele – die Luckauer blieben jederzeit im Geschäft.

Nach der Pause setzte sich der OHC zwischenzeitlich mal auf drei Tore ab (18:15, 19:16). „Das waren Momente, in denen die Abwehr leidenschaftlicher zu Werke ging“, sagt der Coach. Doch das Spiel wurde trotzdem nicht besser. Ausdruck dessen: Die Luckauer waren beim 19:19 wieder dran. Der entscheidende Schritt zum Sieg gelang dem Spitzenreiter nach diesem Ausgleich. Vier Tore in Folge bedeuteten eine 23:19-Führung. Das war zwar kein Ruhekissen, aber ein kleiner Vorsprung, den das Team über die Zeit brachte. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg hat Kapitän Riccardo Tourmo, der den Luckauern mit seinen neun Toren den Zahn zog.

Pech hatte wieder einmal Martin Siegler, der gestern vornehmlich in der Abwehr eingesetzt wurde. Dort zog er sich eine Verletzung an der Lippe zu. Er musste im örtlichen Krankenhaus genäht werden. Oranienburg:

Tredup, Büchner – Throl (2), Tourmo (9), Fröhlich (5), Lehmann , Siegler, Klimczak (2), Fuchs, Schröder (1), Groth (1), Riedel (5).

Märkische Allgemeine Zeitung - Stefan Blumberg