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OHC I - HC Neuruppin 27:27 (14:18)
22.12.2007
OHC erzielt in der Schlusssekunde den Ausgleich / Gerechtes
Remis in spannungsgeladenem Gipfeltreffen
Mit einem verwandelten Siebenmeter in der Schlusssekunde
rettete Frank Schücke – mit gebrochenem Finger – dem Oranienburger HC im
Hexenkessel Louise-Henriette-Halle gegen den HC Neuruppin ein Unentschieden.
Das Gipfeltreffen der BB-Liga bot in der alles, was dazugehört: ein schnelles
Spiel, rassige Zweikämpfe, ein Auf und Ab im Spielverlauf, gigantische Stimmung
unter Hunderten von Fans und ein Gänsehaut-Finale. Am Ende stand ein gerechtes
Unentschieden auf der Anzeigetafel.
Beide Mannschaften gingen alles andere als ängstlich zu Werke. Die Oranienburger
suchten eher aus dem Rückraum den Torerfolg, die Neuruppiner mit dynamischen
Aktionen am Kreis. Die brachten ihnen in den ersten zehn Minuten fünf
Siebenmeter (vier gingen rein). Einen Dämpfer erhielt der OHC nach neun Minuten:
Michael Ziemann erhielt bei einem Tempogegenstoß des HCN für seinen
Körpereinsatz Rot: „Ich wollte ihn nicht so attackieren. Er ist aber im
richtigen Moment geschickt abgesprungen. Dafür kann man Rot geben.“
Nach anfänglichem Vorsprung der Gäste (3:1, 5:3) erzielte Heiner Throl die erste
Führung des OHC (6:5/11.). Ihm gelang wenig später auch die erste
Zwei-Tore-Führung (8:6). „Das war die Zeit, als wir es nicht verstanden haben,
den Vorsprung auszubauen. Durch individuelle Fehler von uns blieben die
Neuruppiner immer dran“, monierte OHC-Trainer Holger Winselmann. Vom 9:9 (16.)
an schaukelten sich die Teams bis zum 12:12 (24.) hoch. Und nach dem 14:13 für
den OHC (27.) schien die Oranienburger Mannschaft schon in der Kabine zu sein.
Binnen drei Minuten leistete sich die Mannschaft Ballverluste, die zum 14:18
führten: Fassungslosigkeit beim OHC.
Aufgrund des Willens der Spieler und der Tore des eingewechselten Stefan Fuchs
lag der Gastgeber, angepeitscht von den Fans, neun Minuten nach der Pause 19:18
vorn. Der Tabellenzweite schlug zurück – im Angriff fielen wieder Tore. Der zu
Beginn noch schwächelnder Keeper Patrick Ziebert lief zur Hochform auf. Er
entschärfte zwei Siebenmeter sowie Würfe von Maik Schröder, Heiner Throl oder
Christian Riedel. Der HCN fuhr auf der Überholspur – ab der 44. Minute lag er
vorn: 21:20, 23:21, 26:24, 27:25 (58.). Bei der 27:26-Führung vertändelten die
Gäste den Ball. Beim Gegenangriff wurde Christian Riedel – zeitgleich mit der
Schlusssirene – so attackiert, dass das Bundesliga-Schiedsrichterpaar Blümel/Loppaschewski
auf den Siebenmeterpunkt zeigte. „Ich konnte von meiner Position aus nicht
erkennen, ob es ein Strafwurf war oder nicht“, sagte Holger Winselmann. Die
Reaktion von Neuruppins Coach Gunter Funk nach der Entscheidung war blankes
Entsetzen. Frank Schücke verwandelte den Ball zum Ausgleich.
Märkische Allgemeine Zeitung
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