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OHC I - Ludwigsfelder HC 32:22 (10:11)

Süße Dreifach-Feier HANDBALL

 Aufgrund einer beeindruckenden zweiten Halbzeit, in der die Oranienburger Tempohandball förmlich zelebrierten, gewann das Team völlig verdient gegen den Regionalligaabsteiger mit 32:22. Mit diesem Sieg versüßte die Mannschaft den 44. Geburtstag ihres Trainers Holger Winselmann.

Das Sahnehäubchen kam dann noch vom HC Neuruppin. Der bislang ärgste Verfolger verlor in heimischer Halle gegen die Füchse. Gegen die Ludwigsfelder dauerte es sehr lange, bis der OHC-Motor auf Touren kam. Zwar zeigten die Hausherren den technisch versierteren Handball, doch nur Frank Schücke war es, der den OHC auf Augenhöhe hielt. Die ersten vier Tore gingen auf das Konto des Regisseurs (4:4). Das Spiel der Ludwigsfelder war während der ersten Halbzeit hauptsächlich auf den hochgewachsenen Halbrechten, Lars Bullert, aufgebaut, der nicht nur mit Toren, sondern auch mit Pässen an seine Nebenleute Akzente setzte. Ab der 10. Minute lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, wobei der LHC dabei erfolgreicher agierte (6:4), was Trainer Holger Winselmann per Team-Time-Out unterband. Diese taktische Maßnahme sowie einige Paraden von Enrico Büchner hatten zur Folge, dass Ludwigsfelde seine Führung nicht weiter ausbauen konnte.

In der 20. Minute gab Neuzugang Stephan Fuchs sein Debüt bei den Oranienburgern und kam gleich eine Minute später per Hüftwurf zu seinem ersten Tor. Vier weitere Treffer folgten von dem 23-Jährigen, der schon rein optisch die OHC-Hintermannschaft noch kompakter aussehen lässt. „Mit dem ersten Spiel bin ich ganz zufrieden, zumal ich sehr gut von der Mannschaft aufgenommen wurde und wir gewonnen haben“, kommentiert der Neuzugang aus Brandenburg nach der Partie. Zwar zog der LHC zwischenzeitlich auf 11:8 davon, doch der bis dato unglücklich agierende Christian Riedel und Fuchs trafen zum 10:11-Pausenstand. Nach dem Wechsel bewiesen die Hausherren, wie wichtig eine starke „zweite“ Garnitur ist. Die besaßen die Gäste nämlich nicht.

Lars Bullert blieb verletzungsbedingt auf der Bank und der LHC brach nach dem 15:15 förmlich zusammen. Einzelaktionen und überhastete Würfe gegen die nun wieder offensive OHC-Abwehr waren erst dankenswerte Beute für Enrico Büchner und Gunnar Tredup im Tor und dann Ausgangspunkt für zahllose Tempogegenstöße, die das Ergebnis in die Höhe schnellen ließen. „Das passiert in Ludwigsfelde wohl nicht. Das wird dann ein heißer Tanz,“ blickte Präsident Werner Siegler voraus, ehe die Feierlichkeiten zum Sieg, zum Geburtstag und zum versüßten Blick auf die Tabelle begannen.

OHC:  Büchner, Tredup; Klimczak (4), Schücke (7), Groth, Fritz(1), Tourmo (4), Loge, Fröhlich (3), Kroll (1), Ziemann (2), Riedel (5), Lehmann, Fuchs (5).

Märkische Allgemeine Zeitung

Geburtstagsgeschenke

11.11.2007

Der Oranienburger HC hält weiter ungebremst Kurs in Richtung Handball-Regionalliga. Gegen den Oberliga-Konkurrenten Ludwigsfelder HC glückte den Havelstädtern gestern Abend mit 32:22 (10:11) der achte Sieg im achten Saisonspiel. Von Thomas Gutke Als der OHC drei Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit das 8:11 kassierte, drohte der Geburtstagsparty von Trainer Holger Winselmann ein trauriger Ausgang. Er wurde gestern 44 Jahre alt und hatte sich vor allem eines auf dem Gabentisch gewünscht: zwei Punkte. Nach denen sah es aber vor allem in den ersten 30 Minuten nicht aus. Vom Anpfiff weg lieferten sich beide Team eine wahre Abwehrschlacht. Auf OHC-Seite glänzte dabei vor allem der Ex-Ludwigsfelder Sascha Klimczak. Er lief gegen seine alten Teamkollegen zu Höchstform auf. Im Angriff aber ließen die Gastgeber Chancen en masse aus. Nur Frank Schücke schien Zielwasser getrunken zu haben. Er erzielte bis zum zwischenzeitlichen 4:4 (8.) alle Treffer für Oranienburg. Es folgte eine wahre Torflaute. Erst in der 18. Minute gelang dem Tabellenführer beim 5:6 wieder ein Treffer. In der zunehmend ruppiger werdenden Partie hielt der Regionalliga-Absteiger seine knappe Führung bis zum Pausenpfiff (10:11). Auch in den ersten zehn Minuten der ersten Hälfte hatte der OHC noch eine kritische Phase zu überstehen. Bis zum 15:15 sah alles nach einem Herzschlagfinale aus. Als die Gastgeber dann aber in doppelter Unterzahl das 16:15 (40.) markierten, war der Knoten geplatzt. Von jetzt an spielte mit den nun taktisch disziplinierten Oranienburgern nur noch eine Mannschaft. Über Einzelaktionen hielt Ludwigsfelde zwar bis zum 20:18 den Anschluss (44.). Danach aber baute der Spitzenreiter seine Führung kontinuierlich aus. Seine ersten Treffer im grün-weißen Dress erzielte auch Neuzugang Stefan Fuchs. Der 23-Jährige trainiert seit einigen Wochen beim Oberligisten mit. In der vergangenen Saison spielte er noch für Brandenburg-West in der Regionalliga und warf dort insgesamt 120 Tore. Über die Stationen 25:19 (51.) und 28:21 (55.) konterten die Gastgeber den LHC in der Schlussphase regelrecht aus und gewannen schließlich doch noch souverän mit 32:22. Der Geburtstagswunsch von Coach Winselmann war damit in Erfüllung gegangen. Umso mehr, als er eine knappe Stunde später noch einmal überrascht wurde. Der HC Neuruppin hatte zu Hause gegen die Reinickendorfer Füchse II die zweite Niederlage in Folge (25:27) kassiert. Damit wächst der Oranienburger Vorsprung auf den vermeintlich ärgsten Aufstiegskonkurrenten auf vier Punkte.

OHC: Tredup, Büchner - Ziemann (2), Fritz (1), Fuchs (5), Kroll (1), Lehmann, Schücke (7), Riedel (5), Tourmo (4), Loge, Fröhlich (3), Groth, Klimczak (4)

Oranienburger Generalanzeiger