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SV Eberswalde – OHC I 25:32 (12:15)

Im Hexenkessel von Eberswalde erfolgreich

03.11.2007

 Der OHC hat seine Siegesserie im Hexenkessel von Eberswalde auf sieben Erfolge ausgebaut: Vor mehr als 400 lautstarken Zuschauern brauchte der Spitzenreiter aber lange, um den Neuling in die Knie zu zwingen. „Wir haben uns vorn und hinten schwer getan“, meinte Rechtsaußen Christian Riedel. Nach der Niederlage des HC Neuruppin am Freitagabend bei TMBW Berlin (25:26) liegen die Oranienburger jetzt allein verlustpunktfrei auf Platz 1. Das robuste Eberswalder Team ließ sich lange nicht abschütteln. Die erste OHC-Führung gab es beim 5:4 durch Sebastian Kroll. Er markierte auch den ersten Vier-Tore-Vorsprung (11:7/22.). Aber sowohl vor der Pause (12:11/ 27.) als auch danach (17:16/36.) waren die Eberswalder auf Tuchfühlung zum OHC. Wie schon vor einer Woche übernahm Spielmacher Frank Schücke Verantwortung und jagte Torwart Christian Szameit den Ball unzählige Male um die Ohren. Er traf zehnmal, davon viermal vom Siebenmeterpunkt. Keeper Szameit raubte dem OHC allerdings x-mal die Nerven. In spektakulärer Weise entschärfte er in spielentscheidenden Situationen Oranienburger Wurfgeschosse. Am Ende setzte sich aber die individuelle Stärke des Spitzenreiters durch. Christian Riedel leistete vor seiner roten Karte wegen Foulspiels mit vier Toren noch seine Schuldigkeit, Tim Fröhlich steuerte fünf Treffer von der Linksaußenposition bei.

OHC I: Büchner, Tredup – Fröhlich (5), Throl (1), Kroll (5/2), Schücke (10/4), Riedel (4), Ziemann, Schönfisch, Klimczak (5), Fritz (2), Lehmann, Loge

Märkische Allgemeine

"Sind jetzt noch mehr der Gejagte"

Der Oranienburger HC bleibt auch nach dem siebten Spieltag in der Handball-Oberliga weiter ohne Punktverlust. Am Sonnabend setzten sich die Winselmann-Schützlinge auswärts beim SV Eberswalde deutlich mit 32:25 (15:12) durch. Vor knapp 350 Zuschauern fand der Tabellenführer nur schwer ins Spiel. Eberswalde markierte den ersten Treffer. Oranienburg glich aus, ging in der Folge in Führung, verpasste es jedoch, sich entscheidend abzusetzen. Zur Pause führte der OHC mit 15:12. Im zweiten Spielabschnitt leistete Eberswalde weiter harten Widerstand. Bis zur 47. Minute kämpften sich die Gastgeber auf 17:18 heran. "Mit etwas Pech, hätten wir diesmal auch einen Punkt abgeben können", befand Michael Freund, Co-Trainer der Kreisstädter nach dem Spiel. Dass der Sieg am Ende dann doch standesgemäß ausfiel, war den vielen gelungenen Einzelaktionen beim OHC zu verdanken. Beim Stand von 20:25 (50.) war die Partie vorentschieden. Auch wenn Gäste-Akteur Christian Riedel in der 50. Minute die Rote Karte für ein Stopp-Foul sah, brachte die OHC-Sieben ihren Vorsprung ohne Mühe über die Zeit und gewann 32:25. Unbeeindruckt zeigte man sich auf OHC-Seite über die überraschende 25:26-Niederlage des Tabellenzweiten HC Neuruppin bei der SG TMBW Berlin vom Freitag. OHC-Coach Winselmann, der gemeinsam mit einigen Spielern vor Ort gewesen war, sagte: "Die Meisterschaft ist damit nicht entschieden. Auch uns erwarten noch viele schwere Spiele." Und Co-Trainer Freund meinte: "Wer denkt, wir seien einen Schritt weiter, nur weil Neuruppin verloren hat, liegt falsch. Wir sind jetzt nur noch mehr der Gejagte. Wichtig ist, dass wir auf unsere Spiele schauen und nicht auf die des HCN."

OHC: Büchner, Tredup - Riedel, Throl, Fröhlich, Ziemann, Schönfisch, Klimczak, Schücke, Kroll, Loge, Lehmann, Fritz

Oranienburger Generalanzeiger