Mehr als 500 Zuschauer
beim OHC STEFAN BLUMBERG
. Das war er, der erste Heimauftritt des OHC vor
eigenem Publikum. Mehr als 500 Zuschauer lockte das Spiel gegen den
Vorjahressechsten in die Louise-Henriette-Halle. Aufgabe
erfüllt: Klarer Sieg und schöne Tore, die Lust auf
mehr machen. "Es war schon beeindruckend, vor so einer Kulisse zu
spielen. Dass so viele Leute kommen würden, hätte ich nicht
gedacht", sagte Justus Loge, Neuzugang von den Reinickendorfer
Füchsen.
Die Oranienburger stellten von Beginn an klar, wer
das Sagen hat: sie selbst. Christian Riedel eröffnete den Torreigen.
3:0 und 5:1 (9. Minute) lautete die schnelle Führung, die allerdings
bis zur Pause nicht wesentlich ausgebaut werden konnte.
Unachtsamkeiten in der Defensive und Offensive ließen die Gäste
nicht aussichtslos zurückfallen. Der Pausenstand von 15:9 war
verdient, aber noch nicht unbedingt ein Ruhekissen. Allerdings waren
die Vorteile der Oranienburger in ziemlich allen Situationen
unverkennbar:
aufmerksame Abwehr, schnelle Gegenstöße, geschickte
Anspiele, Zug zum Tor.
Und die Neuen Sascha Klimczak und Justus Loge fügten
sich auf der
Spielmacher- und Außenposition nahtlos in das Spiel
des OHC ein. "Es läuft immer besser", befand Loge nach seinem
zweiten Pflichtspiel für den OHC.
Nicht so zufrieden war indes Holger Winselmann,
Trainer des OHC, der seinen Unmut über die OHC-Leistung einige Male
laut kundtat ("Das ist Mist!").
"Sicher, am Ende haben wir klar gewonnen, aber die
Fehlerquote war mir zu hoch", bemängelte er. Ein Beispiel sei das
Überzahlspiel, "bei dem wir in drei Situationen kein Tor machen,
obwohl wir ein Konzept für solche Momente haben. Da hat die
Mannschaft überhastet gespielt".
Dass es am Ende doch ein klarer Erfolg wurde, lag an
der Ausgeglichenheit der Mannschaft. "Es war kein Leistungsabfall zu
sehen, wenn mal ein Spieler ausgetauscht wurde", sagte der Luckauer
Spieler Matthias Naumann, der acht Minuten vorm Ende nach einem Foul
an Christian Riedel mit Rot vom Feld musste ("Das war eine blöde
Reaktion von mir und völlig unnötig. Ich habe mich bei allen OHCern
entschuldigt."). Ihm folgte wenig später sein Teamkollege Ludwig,
der ebenfalls Rot erhielt. Über die Stationen 18:10,
25:14 und 29:15 bauten die Oranienburger den
Vorsprung aus, um auch das zweite Saisonspiel deutlich zu gewinnen.