Der Oranienburger HC I hat die Stallordnung im Verein wieder einigermaßen
hergestellt. Nach dem knappen und enttäuschenden 27:26-Erfolg am Donnerstag
holte er sich am Sonnabend mit einem deutlicheren Sieg und einer kleinen
Leistungssteigerung gegen die eigene Zweite zum zweiten Mal in Folge den
Landespokal Brandenburgs.
"Auswärtssieg, Auswärtssieg", sangen die Männer der Ersten vor etwa 350
Zuschauern froh gelaunt nach dem Abpfiff. Aber sie waren nicht die Einzigen,
die ein Lächeln auf dem Gesicht hatten. Denn auch die Spieler der Reserve
konnten zufrieden sein, hatten sie sich doch in beiden Spielen alles andere
als "abschlachten" lassen. Thomas Spieckermann, Kapitän der Zweiten: "Wir
waren in beiden Spielen nur sieben Tore schlechter. Das kann sich sehen
lassen. Es war uns klar, dass die Erste im Rückspiel etwas aufdrehen wird."
Eine knappe Viertelstunde lang hielt der Außenseiter die Begegnung offen,
führte 3:2/12.. Dann wendete der BB-Ligist das Spiel. 7:3, 9:4 und 12:8
waren die Zwischenstationen bis zur Pause. Danach baute der Favorit diesen
Vorsprung aus (17:10, 20:13, 24:17). "Im ersten Spiel hatten einige wohl
noch Motivationsprobleme, jetzt nicht mehr", sagte Riccardo Tourmo, Käpten
der Ersten. In der Tat. Die Mannschaft fasste in der Abwehr fester zu und
überstand die sechsmalige Unterzahl. Tourmo selbst musste nach 42 Minuten
vom Feld (dreimal Zweiminutenstrafe). Dass die Zweite der Ersten nichts
schenkte, zeigte sich auch in der (unnötigen) roten Karte gegen Jörg
Strauchmann gegen Gunnar Tredup Sekunden vorm Ende wegen zu harten
Einsteigens.
www.maerkische.de STEFAN BLUMBERG